Die Idee entstand wie so manchmal bei einem Gespräch mit den Brüdern Gabriel und Marco Kostner der Firma Elikos. Aus Erfahrungen im Umgang mit Sprengstoffen im Hubschrauber und dem damit verbundenen Genehmigungsaufwand (speziell in Italien), schien die Lösung in einem alten Brauch der Alpenregion zu liegen: dem "Aufwecken bei Hochzeiten". Hier wird mit Luftballonen, die mit Acetylen und Sauerstoff gefüllt sind, ein lauter Knall erzeugt.
Die ersten Zeichnungen und der erste Prototyp entstanden vor 2½ Jahren. Beim ersten Versuch mit Prototyp 1 an einem Kran hat sich dieser durch die Wucht der Explosion komplett verbogen und war nicht mehr zu gebrauchen. Es erfolgte die Neukonstruktion eines zweiten Prototyps und ausführliche Erprobung in enger Zusammenarbeit mit den Brüdern Gabriel & Marco Kostner, Eigentümer der Firma Elikos, während der Wintersaison 2003/2004. Die hierbei aufgetretenen Probleme mit den Ballons konnten mit freundlicher Unterstützung von Herrn Ing. Dominik Czermak vom Gummiwerk Czermak & Feger gelöst werden. Die neu entworfene Latexmischung der Ballons konnte auch bei Temperaturen unter -10° ihre Funktionalität unter Beweis stellen.
Es wurden Lösungen kleinerer Probleme während des Winterbetriebs gefunden und laufend Verbesserungen durchgeführt. Im Sommer 2004 dann Umkonstruktion und Umbau der Maschine aufgrund der Erfahrungen aus der Wintersaison 2003/2004. Daraufhin schloss sich eine erneute Erprobungsphase des Serienstands in Zusammenarbeit mit der Fa. Elikos im Herbst 2004 an.
Die Erprobung umfasste grundlegende Tests wie Funktionalität der Maschine, System Checks, Zusammenspiel mit dem Hubschrauber, etc. wie auch die operationelle Brauchbarkeit. Während der Systemtests wurden etwa 100 Sprengungen durchgeführt. Daraufhin wurde die Maschine während einer ganzen Wintersaison im operationellen Betrieb getestet. Dieser umfasste ca. 400 Sprengungen unter allen Schnee- und Wetterbedingungen. Die Erfolgsquote für Lawinenabgänge lag hierbei bei ca. 80%.
Der "AVALANCH BLAST" wurde in den Skigebieten in Wolkenstein, Obereggen und Arabba erfolgreich eingesetzt. Nach kurzer Zeit war die Lawinengefahr gebannt und die Lawinenkommission gab die Skipisten, die nach wenigen Stunden Pistenpräparierung wieder den Skifahrern zur Verfügung standen, frei. Auch die Straße übers Grödnerjoch wurde auf diese Weise über den Winter offen gehalten.
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